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Donnerstag, 14. Juli 2016

Kaffee & Kölsch

Kaffee und Kölsch! Was für eine Kombination? Was hat er denn jetzt schon wieder getrunken? Aber ganz einfach: das sind doch die beiden Sachen, die uns am meisten Sorgen machten: wie bekomme ich meine tägliche Koffein-Dosis, und woher bekommen wir einen adäquaten Kölsch-Ersatz? Man kann sich ja nicht auf Starbucks und Budweiser verlassen.

Und für fast alles andere hatten wir ja gesorgt: nette Lokale und Restaurants in Fussreichweite (in USA!!), fahrbarer Untersatz (fahrbar, nicht sportlich; obwohl ... dazu später mehr), das ein oder andere Geschäft zum Shoppen, und zum Fotografieren find ich ja auch immer was.

Bei unserem Vorabtrip im Januar keimte auch Hoffnung auf, da die Getränkekarte im Hotel vielversprechend war ...


... und am Flughafen noch ein weiterer Trumpf ausgespielt wurde: 

Damit konnten wir ja dann das endgültige OK für den Trip geben. 

Kaffee

Eine Kaffeemaschine und die erste Grundversorgung der italienische Importdroge hatten wir gleich am ersten Tag hier in USA gejagt (Das Kaffee Dilemma), und mit der Zeit erfuhr ich, dass es auch hier jede Menge kleine, lokale Kaffeeröster gibt. Darunter so nette Sachen, wie der Motor City Blend und der I-75 Blend. 


Besonders witzig finde ich die Beschreibung des I-75, benannt nach einer grossen Nord-Süd-Interstate hier in Michigan:
This blend is balanced to get you on the road in the morning or keep you trucking on those all night marathons. It has the classic bold and earthy tones of the best road trip coffee, but with it's smooth sweetness it puts drive-thru coffee to shame.
Das fasst es schön zusammen und die lokalen Kaffeeröster mach einen guten Job hier. Und ja, es gibt hier Starbucks Drive-Thru. Punkt 1 geklärt. Tick the box sozusagen.

das Kölsch

Ich warte noch einen Moment, hier können die nicht-Kölner jetzt die entsprechenden Witze machen. [ Pause ]  OK, danke, haben wir wieder alle gelacht. Ha ha. Back to the topic.

Genau wie es hier nette Kaffeeröster gibt, so gibt es auch gefühlt unendlich viele Micro-Breweries. Alleine hier in Royal Oak haben wir mindestens drei und alle in Wank-Distanz. Und da sind wirklich herrlich trinkbare Sachen dabei: Blondes, Ales, IPAs und auch Starkbiere mit bis zu 15% Allololloll. Ihr wisst schon! Und auch hier, immer gerne mit lustigen Labeln versehen.




Und dann gehen wir eines Tages durch unseren Supermarkt, und was lacht uns da im Kühlregal an?


Happy!

Wir hatten dann kurz ein kleines Deja-vu (Kölsch in China) und haben das Six-Pack auch mitgenommen. Aber als Grundversorgung kann das nicht dienen, der Preis ist einfach abartig.

Arbeitskollegen von Nina hatten uns das Pick Axe Blonde Ale empfohlen, da es Kölsch ähnlich sein soll. Haben das getestet, aber  ... neeeeeee. Witziges Label, aber selbst aus Kölsch Gläsern kam da keine Freude auf!


Aber halt, da war doch was! Wir hatten doch schon mal ein Kölsch-style Ale getrunken. Also gegoogelt gegoogled im Internet nachgeguckt und die New Holland Brewery entdeckt. Die ist tatsächlich in Holland, und zu unserem Glück ist das in diesem Fall eine Stadt in Michigan.
 


Und siehe da, das Full Circle Kölsch Ale ist es. Und lecker ist es. Und ja, das könnte als Ersatz für den Heimgebrauch dienen. Unser Ying und Yang sozusagen - als hätten sie es gewusst und direkt das Label passend gemacht!


Herrlich romantischer Sonnenuntergang mit Kölsch,
im Kofferraum vom Ford!

Ich hab mich dann auch gleich als Fan geoutet und das T-Shirt gekauft. Und da die Brauerei in Holland ist, ist das Logo natürlich eine Mühle ... also quasi unser Mühlenkölsch in Michigan.


Damit wäre auch die zweite Sache erledigt. Check.

Oder beides?

Aber jetzt kommt die Krönung (nein nicht der Kaffee): Eine Brauerei um die Ecke hat tatsächlich ein Kaffeebier im Angebot, das Higher Ground Coffee Stout, mit 6% sogar einigermassen moderat im Alkohol.



Geschmacklich? Naja, schmeckt halt nach Bier und Kaffee, und ist am Anfang noch ganz witzig. Aber ich glaube, ich bleibe da doch lieber bei der strickten Trennung der Grundnahrungsmittel. 

Montag, 23. Mai 2016

Das Kaffee Dilemma

Ein gutes Cafe hatten wir ja bereits entdeckt, d.h. die Grundversorgung war gesichert. Aber natürlich will ich auch zu Hause wieder einen anständigen Vollautomaten nutzen.

Ein gar nicht so einfaches Unterfangen, wie sich im nachhinein herausstellt.

Hier schon mal die Route, die wir gefahren sind - gut 100 Meilen!!



Am Anfang stand natürlich die Internet Recherche. Und die war schon mager. Aber zwei Ketten entdeckt, die was passendes im Programm haben: Best Buy (so eine Art Media Markt) und Bed, Bath and Breakfast (oder so ähnlich). Allerdings war ich auch hier schon ein wenig von den Preisen geschockt.

Also erst mal in der neuen Home Base (Atomic Coffee, S Main Street, Royal Oak) gestärkt und dann los. Den nächst besten Best Buy angesteuert. Aber die renovierten gerade ihre Küchenabteilung. Also nada, zero, null Kaffeemaschinen.

Dann zu Bed, Bath und Dings und IKEA. Aus den Navi-berechneten 30min wurde dann knapp eine Stunde Fahrtzeit, weil zwei der Interstates renoviert wurden und komplett gesperrt waren. Also in das Bed, Bath & Dings rein. Nina hatte erwähnt, dass die alles haben - aber irgendwie hatte ich mir das nicht plastisch vorgestellt. Boa, was für ein Laden - bis unter die Decke vollgestopft mit ... Zeug. Aber alles hatten die halt nicht: auch hier Fehlanzeige, keine Vollautomaten, oder Espresso Machines wonach man hier fragen sollte. Könnten zwar bestellt werden, aber hey, das war unsere Mission für heute!  Also noch schnell zu IKEA und danach in eine der grösseren Malls hier in der Gegend: die Twelve Oaks Mall.

Dort gab es schon mal zwei Küchenläden und in der Tat auch Vollautomaten, wie gewünscht. Aber uns haben in beiden Läden die Preise umgehauen. Wenn ich das richtig überschlage, dann reden wir hier über den fast drei-fachen Preis zu vergleichbaren Maschinen in D'land. (Die man dank der anderen Spannung hier aber nicht betreiben kann.)

Hmm, also nochmal das Internet befragt - da war wieder ein Best Buy "um die Ecke". Also auch da mal hin - und auch dieser renovierte gerade seine Küchenabteilung. Die Recherche einer Verkäuferin brachte zu Tage, dass keiner der Best Buys im Grossraum Detroit überhaupt so eine Maschine vorrätig hätte.

Letzter Strohhalm: die Somerset Collection - eine weitere grosse Mall, nur 30 Meilen / eine halbe Stunde entfernt. Dort gab es zwar die selben Küchenläden, wie in der ersten Mall, aber mit etwas anderem Sortiment. Und vor allem: mit einem Angebot! Yippie - endlich eine Maschine, die in's Budget passt. Nicht lange gefackelt, auch nicht mehr in den anderen Küchenladen, sofort eingelocht und ding-fest gemacht. Und weil die Maschine ein Ausstellungsstück war, gab es das Starter-Kit Kaffeebohnen (500g) dazu. (Und die Preise werden mich umbringen!)

Der Clou zum Schluss: weil wir jwd geparkt hatten, sollten wir erst mal den Wagen holen, und sie würden die Maschine dann raus bringen; wir sollten einfach anrufen, wenn wir vor dem Eingang stehen. Und so war es auch.


Eines muss man an dieser Stelle auch mal hervorheben: die Beratung in den Läden war immer super. Ausführlich, nicht aufdringlich, freundlich.

Und das ganze spielt an einem Sonntag, wohlgemerkt.